Heide Kurier, 4. Dezember 2011

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SOLTAU (dl). Seit dem Jahr 2010 können familienfreundliche Unternehmen in Nordostniedersachsen mit dem "Fami-Siegel" ausgezeichnet werden. Jetzt darf auch die Zentrale der "hagebau" in Soltau das Siegel tragen: Am vergangenen Mittwoch überreichte Karin Thorey von der Koordinierungsstelle "Frau & Wirtschaft" Heidekreis die Auszeichnung an Vertreter des Unternehmens.

Das "FaMi-Siegel" ist eine Initiative des Überbetrieblichen Verbundes "Frau & Wirtschaft", der IHK Lüneburg-Wolsfburg, der Handwerkskammer Braunschweig, des DGB, der Wirtschaftförderungsgesellschaft Lüneburg, des Arbeitgeberverbandes und der Leuphana-Universität Lüneburg. Kriterien für die Vergabe des Siegels sind unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle, familienfreundliche Qualifizierungsmöglichkeiten oder Unterstützung der Mitarbeiter beim Wiedereinstieg nach der Familienphase. Auf eine Bewerbung per Fragebogen, den die Leuphana-Universität auswertet, folgt ein Besuch von Karin Thorey als Vertreterin der Koordinierungsstelle vor Ort. Betriebe, die das Siegel erhalten, dürfen es zunächst zwei Jahre lang kostenfrei nutzen.

So nun auch die "hagebau": Die Zentrale der Verbundgruppe hagebau Handeslgesellschaft mbhH & Co. KG aus Soltau ist Mitglied im Überbetrieblichen Verbund Familie & Beruf e. V. und nutzt das Unterstützungsangebot des Vereins wie Ferienbetreuung für die Kinder der Beschäftigten", so die offizielle Erklärung zur Verleihung des Siegels. "Die Soltauer Zentrale bietet ihren mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitsorganisationsformen, zum Beispiel Teilzeitarbeit, Jobsharing und individuelle Absprachen. Zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Elternzeit wird der Kontakt aktiv gesucht und die Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung unterstützt", so die Erklärung.

Diese familienfreundlichen Angebote, unterstrich anläßlich der Siegel-Verleihung Geschäftsführer Heribert Gondert, bestehen bei der "hagebau" dabei nicht erst seit der Bewerbung um die Auszeichnung: "Diesen Weg sind wir bereits seit Jahren gegangen", so der Geschäftsführer. Mit den Maßnahmen - wie etwa Homeoffice - habe das Unternehmen dabei "sehr gute Erfahrungen gemacht". Das Siegel sei wichtig, um die Familienorientierung auch nach außen kenntlich zu machen.

Auch Bernd Wiechel, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Lüneburg-Nordostniedersachsen, betonte, das "FaMi-Siegel" sei insbesondere für die Außenwirkung wichtig. Außerdem hob er hervor, dass es gerade auch bei kleineren und mittelständischen Betrieben darum gehe, Handlungswege aufzuzeigen und die Situation in Richtung Familienorientierung zu verbessern.

Bereits einige Tage zuvor konnte Karin Thorey in der IHK in Lüneburg das "FaMi-Siegel" an die Firma "HAX Marketing" aus Schneverdingen überreichen. "Dieses Unternehmen steht auf der Bewertungsskala ganz weit oben", verriet die Leiterin der Koordinierungsstelle. Joanna und Olaf Hax betreiben ein OP-Managementunternehmen, das bundesweit Dienstleistungen für Kliniken anbieten. Ihre Mitarbeiter profitieren, wie Karin Thorey erklärte, von umfassenden Leistungen zur besserern Vereinbarkeit von Beruf und Familie: "Die Arbeitszeiten werden nach den Wünschen der Mitarbeiter ausgerichtet, auch Führungskräfte können in Teilzeit arbeiten, es gibt Zuschüsse zur Kinderbetreuung, Verwaltungstätigkeiten können im Homeoffice erledigt werden und per Blackberry ist Zugriff auf das Intranet für die Terminplanung und Kommunikation untereinander möglich."

 

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