Heide Kurier 25. September 2011

Presse >>

Soltau (dl). Der Überbetriebliche Verbund Familie & Beruf (ÜBV) hat ein neues Fördermitglied: Am vergangenen Donnerstag unterzeichnete in der Koordinierungsstelle "Frau & Wirtschaft Heidekreis" in Soltau Heino Geritz für den Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) die Beitrittserklärung. Um die Vernetzung perfekt zu machen, wurde der Überbetriebliche Verbund gleichzeitig Mitglied im BVMW.

Der Überbetriebliche Verbund ist ein Zusammenschluss von privaten und öffentlichen Arbeitgebern im Heidekreis. Eines seiner Ziele ist es, Arbeitgeber dabei zu unterstützen, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es Frauen und Männern erleichtern, Familie und Beruf zu vereinbaren. "Diesen Weg wollen ÜBV und BVMW nun gemeinsam gehen", meinte Geschäftsstellenleiterin Karin Thorey anläßlich der gegenseitigen Beitrittserklärung am vergangenen Donnerstag.

Heino Geritz ist Leiter des Kreisverbandes "Metropolregion Süderelbe" des Unternehmerverbandes und damit zuständig für die Landkreise Stadt, Harburg, den Heidekreis- und kommissarisch auch Rotenburg. Organisiert, erläuterte Geritz bei der Unterzeichnung, seien "in Deutschlands größtem Unternehmerverband, in dem die Betriebe freiwillig Mitglied sind" klein- und mittelständische, inhabergeführte Unternehmen. Für diese leiste der BVMW "Netzwerkarbeit vor Ort": "Wir helfen, Kontakte aufzubauen, ohne, dass es viel Geld kostet."

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so Geritz, spiele in absehbarer Zeit angesichts des drohenden Fachkräftemangels auch bei den BVMW-Mitgliedern eine Rolle - und so sei die Idee der Zusammenarbeit zwischen dem Überbetrieblichen Verbund und dem Unternehmensverband entstanden. So "vernetzten" sich nun quasi die 120 Mitglieder mit rund 300 Betrieben, die Geritz in der Metropolregion Süderelbe vertritt.

Nicht nur der ÜBV, auch Geritz hat sich bereits Gedanken zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht und eine der Ideen am vergangenen Donnerstag erläutert: "Meine Vision sind von Unternehmen mitgetragene Kindergärten in Gewerbegebieten mit flexiblen Öffnungszeiten, die den Fachkräften ermöglichen, ihre Kinder in der Nähe zur Arbeit unterzubringen und diese etwa bei spontanen Überstunden auch länger dort lassen zu können."

Zukünftig sollen sich nun ÜBV und BVMW in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergänzen, etwa durch gemeinsame Veranstaltungen, wie Karin Thorey ergänzte. Sie verwies darauf, dass zum Beispiel die vom Verbund organisierte Ferienbetreuung für Kinder in allen Orten bereits gut angenommen werde. Wichtig sei es jedoch, "das Thema in die Breite zu bringen" und die ÜBV-Angebote noch bekannter zu machen.

Zurück